Ich wachte kahlköpfig auf und wusste sofort, dass mein Mann das getan hatte. Es tat weh, aber ich beschloss, mich zu rächen.

Der Morgen begann seltsam. Ich wachte durch das Gefühl von Kälte auf dem Kopf auf und erstarrte vor Schreck, als ich ihn berührte.

Unter meinen Fingern — glatte Haut. Kein einziges Haar.

Mein Herz schlug wie wild. Ich sprang aus dem Bett und rannte stolpernd ins Badezimmer.

Im Spiegel sah mich eine fremde Frau an — völlig kahl, mit weit geöffneten Augen und zitternden Lippen.

— Nein… — flüsterte ich. Die Tränen liefen von selbst.

Ich kehrte ins Schlafzimmer zurück, setzte mich auf die Bettkante und bedeckte mein Gesicht mit den Händen.

Meine Gedanken wirbelten durcheinander. Es konnte alles mögliche sein — eine Krankheit, eine Reaktion auf etwas…

Aber tief in mir weigerte ich mich, an eine schreckliche Vermutung zu glauben — dass mein Mann das getan hatte.

Ich griff nach dem Telefon und wählte seine Nummer.

— Bist du es gewesen? — fragte ich, unfähig, das Zittern in meiner Stimme zu kontrollieren.

— Was genau? — in seiner Stimme lag eisige Unschuld.

— Ich… ich bin kahl, — rief ich fast.

Er seufzte.

— Ich habe dich mehrmals gewarnt. Im Bad, in der Küche, im Schlafzimmer — überall war dein Haar. Ich habe genug, es ekelt mich an. Jetzt — wird es kein Haar mehr geben.

Meine Brust zog sich vor Schmerz und Wut zusammen.

— Du… machst dich über mich lustig?! — schrie ich. Aber er begann bereits, sich zu rechtfertigen und redete von „Sauberkeit“ und „Ordnung“.

Wir stritten lange. Er sah kein Problem darin, was er getan hatte. Für mich jedoch war es Verrat.

Irgendwann hörte ich auf, ihm zuzuhören. Ich wusste bereits, was ich tun würde.

Ich würde mich rächen. Und ich tat es, wofür ich überhaupt keine Reue empfinde.

Ich erzähle meine Geschichte und hoffe sehr auf eure Unterstützung.

Zuerst zog ich all seine Sachen aus dem Schrank und verbrannte sie ohne zu zögern im Hinterhof.

Der Rauch stieg auf, und innerlich war da ein seltsames Gefühl der Befreiung.

Nun ja, sie störten mich und waren widerlich.

Dann ging ich ins Schlafzimmer, nahm seinen alten Laptop — genau den, der monatelang auf dem Schrank verstaubt hatte und mich störte — und warf ihn in die Mülltonne.

Das nächste Opfer war das Laufband. Es hatte jahrelang die Hälfte des Zimmers eingenommen und Staub angesammelt.

Freudig baute ich es auseinander und trug es zum Container. Es ekelte mich.

Am Abend kam mein Mann zurück. Hungrig, gereizt.

— Warum ist das Abendessen nicht fertig? — fragte er.

Ich sah ihm ruhig in die Augen.

— Weil ich nichts gekocht habe.

Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber ich hatte bereits meine Tasche gepackt.

— Ich habe es satt, nach dir aufzuräumen. Ich habe es satt, zu ertragen. Und ich habe es satt, bei jemandem zu sein, der zu so etwas fähig ist.

Ich schloss die Tür hinter mir und ließ ihn in der Stille der leeren Wohnung zurück.

Und zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte ich, dass ich frei atmen konnte.