Auf den Rat meiner Cousine hin heiratete ich einen Koreaner, um mein Leben zu verändern. An unserem Hochzeitstag trug ich so viel Gold, dass es meinen Hals bedeckte, und alle sagten, ich sei glücklich. Doch in unserer Hochzeitsnacht, als ich das Laken anhob und sah, was darunter lag, sprang ich auf und rannte weg…
In meiner Familie gab es vier Schwestern; ich war die Jüngste.

Seit meiner Kindheit war ich daran gewöhnt, von Tag zu Tag zu leben.
Meine Cousine heiratete einen Koreaner und kehrte mit einer Villa, einem Auto und Händen voller Gold zurück.
Jedes Mal, wenn sie zurückkam, war die ganze Stadt in Aufruhr; alle sagten, ihr Leben habe sich verändert.
„Heirate einen Koreaner. Dein Leben wird anders sein. Ich stelle dich einem vor; ich bin sicher, er wird gut zu dir passen!“
Ich zögerte, doch als ich sie so prächtig sah, wurde mir warm ums Herz.
Wer möchte nicht der Armut entkommen?
Meine Cousine stellte den Kontakt zu einer Partnervermittlung her.
Nach mehreren Anrufen traf ich Lee Min Ho, einen 45-jährigen Ingenieur aus Seoul.
Er war höflich, sprach gebrochenes Spanisch und versprach mir ein komfortables Leben.
Nach drei Monaten des Gesprächs machte er mir einen Antrag. Ich nahm an, nicht aus Liebe, sondern wegen des Traums, „mein Leben zu verändern“, den meine Cousine für mich gezeichnet hatte.
Am Tag der Hochzeit in meinem Dorf fühlte ich mich wie eine Prinzessin.
Er schickte 10 Goldbarren, die meinen Hals und meine Arme bedeckten.
Das ganze Dorf staunte und sagte, wie glücklich ich sei.
Meine Cousine lächelte glücklich: „Siehst du, liege ich falsch?“
In unserer Hochzeitsnacht, nach dem festlichen Abendessen, fuhren wir in ein luxuriöses Hotel in der Stadt, bevor wir nach Korea flogen.
Ich war nervös, mein Herz schlug heftig.
Er kam aus der Dusche, zog einen Bademantel an und setzte sich aufs Bett.
Ich hob das Laken hoch, bereit, ins Bett zu gehen, doch als ich es tat, erstarrte ich.
Unter dem Bademantel saß er auf dem Bett und sah mich mit einem seltsamen Blick an.
Ich hob das Laken, bereit, ins Bett zu gehen, doch als ich es tat, erstarrte ich: Darunter lagen Dutzende von Schaufensterpuppen in allen Größen, arrangiert, als würden sie schlafen.
Sie alle hatten blasse Gesichter, weit aufgerissene Augen und unheimliche Lächeln. Einige trugen sogar Hochzeitskleider.