Tracey ist vor Kurzem in ein etwa 24 Quadratmeter großes Tiny House gezogen, in dem sich auch ein separates Arbeitszimmer im Erdgeschoss befindet.
Nach mehreren schwierigen Jahren empfindet sie ihr neues Zuhause als einen echten Neuanfang.

In der Umgebung von Durango im US-Bundesstaat Colorado war es für sie lange Zeit sehr schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Ihre Situation wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass sie zweimal ihre Arbeitsstelle verlor und eine schmerzhafte Trennung durchmachen musste.

Schließlich erhielt Tracey Unterstützung von der lokalen gemeinnützigen Organisation HomesFund.
Diese Organisation hilft Menschen unter anderem bei der Finanzierung von Immobilien und kleinen Häusern.

Dank dieser Unterstützung konnte Tracey ein rund neun Meter langes Tiny House des Modells Farallon von Tumbleweed erwerben.

Das Haus besitzt einen seitlichen Eingang und steht auf einem legalen Stellplatz im MarLin Tiny Home Village.
Die Eigentümer der kleinen Wohnsiedlung verkauften ihr das neue Haus auf Rädern direkt.
Tracey zahlt monatlich insgesamt ungefähr 1.200 US-Dollar für die Stellplatzmiete, die Nebenkosten und die Rückzahlung des Grundstücksdarlehens.
Auf den ersten Blick kann dieser Betrag relativ hoch erscheinen.
Tracey erklärt jedoch, dass eine gewöhnliche Einzimmerwohnung in dieser Region ungefähr genauso viel kosten würde.
Bei vielen Mietwohnungen wäre außerdem nicht garantiert, dass sie ihre Haustiere mitnehmen dürfte.
In ihrem Tiny House kann sie dagegen problemlos mit ihrem Hund und ihrer Katze zusammenleben.
Sobald das Haus vollständig abbezahlt ist, werden sich ihre monatlichen Wohnkosten deutlich reduzieren.
Für Tracey ist besonders wichtig, dass sie keine Wände mehr mit Nachbarn teilen muss.
Sie besitzt nun einen eigenen privaten Raum und kann selbst entscheiden, wie sie ihn gestaltet und nutzt.
Da das Haus auf Rädern steht, könnte sie es theoretisch an einen anderen Ort transportieren lassen.
Trotzdem plant sie momentan nicht, umzuziehen, weil sie sich dort endlich wirklich zu Hause fühlt.
Seit ihrem Umzug aus Illinois im Jahr 2008 hatte Tracey häufig das Gefühl, nur vorübergehend an einem Ort zu leben.
Ihr neues Tiny House gibt ihr erstmals seit langer Zeit Sicherheit, Freiheit und ein dauerhaftes Heimatgefühl.
Besonders gut gefällt Tracey die flexible Raumaufteilung ihres Hauses.
Da sie inzwischen von zu Hause aus arbeitet, ist das geräumige Büro im Erdgeschoss für sie von großer Bedeutung.
Das Arbeitszimmer besitzt eine Tür, die sie schließen kann, sodass Arbeit und Privatleben besser voneinander getrennt bleiben.
In diesem Raum befindet sich auch ihr Kleiderschrank, der nur wenige Schritte vom Badezimmer entfernt ist.
Sollte sich ihre Lebenssituation später verändern, kann sie das Büro problemlos in ein Schlafzimmer im Erdgeschoss umwandeln.
Das Haus verfügt außerdem über einen zweiten Schlafboden.
Momentan verwendet Tracey diesen Bereich hauptsächlich als Lagerraum.
In Zukunft könnte dort jedoch ein Schlafplatz für Gäste eingerichtet werden.
Auch das Wohnzimmer kann sie später noch verändern und mit zusätzlichen Möbelstücken oder einem Medienbereich ergänzen.
Im Badezimmer und in anderen Räumen besteht ebenfalls die Möglichkeit, weitere Aufbewahrungslösungen an den Wänden anzubringen.
Die flexible Gestaltung ermöglicht es Tracey, das Tiny House Schritt für Schritt an ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen.
Sie muss nicht sofort entscheiden, wie jeder Bereich endgültig genutzt werden soll.
Wenn sich ihre Wünsche oder Lebensumstände ändern, kann sie die Einrichtung jederzeit entsprechend umgestalten.
Für Tracey bedeutet das kleine Haus daher nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern auch Unabhängigkeit, Stabilität und die Chance auf einen vollkommen neuen Lebensabschnitt.



